Gemeinschaftlicher Wiesenvogelschutz

Flexible Grünlandbewirtschaftung mit Blick für Bodenbrüter


Kiebitze, Uferschnepfen und Große Brachvögel brüten im offenen Grünland.

Beim erfolgsorientierten "Gemeinschaftlichen Wiesenvogelschutz" passen Landwirte in Zusammenarbeit mit Naturschützern ihre Bewirtschaftung an das Brutgeschäft von Wiesenvögeln an und erhalten dafür eine Honorierung.

Das Programm wurde 1997 in der Eider-Treene-Sorge-Niederung entwickelt und wird seit 2008 von Kuno e.V. betreut. Zwischen 2008 und 2018 konnten mehr als 4000 Wiesenvogelgelege bzw. -familien davon profitieren.

Mittlerweile nehmen pro Jahr über 100 Landwirte aus der Region teil.

Teilnehmende Landwirte erhalten eine finanzielle Entschädigung (150-350,- €/ha), wenn Kiebitz, Uferschnepfe und Co. aktuell auf ihren Flächen brüten und sie zu deren Schutz auf bestimmte Bewirtschaftungsmaßnahmen verzichten bzw. diese verschieben. Eine wichtige Funktion haben dabei die ehrenamtlichen Gebietsbetreuer, die den Überblick über das Wiesenvogelaufkommen in ihren Betreuungsgebieten haben. Sie treffen Absprachen mit den Landwirten hinsichtlich der Bewirtschaftung, um den Bruterfolg der Vögel zu unterstützen. Der Landwirt bindet sich dabei nur für die betroffenen Flächen und die laufende Brutzeit. Sobald die Vögel die Fläche wieder verlassen haben, kann sie ohne Auflagen weiter bewirtschaftet werden.

Im Jahr 2018  nahmen 90 Landwirte teil und es konnten 366 Wiesenvogelreviere geschützt werden.

Das Programm wird vom Land Schleswig-Holstein finanziert.

Ein Kiebitz, der sich beim Brüten nicht stören läßt, so lange der Trecker sein Gelege umfährt
Ein Kiebitz, der sich beim Brüten nicht stören läßt, so lange der Trecker sein Gelege umfährt
Download
Hier können Sie die Ergebnisse des Gemeinschaftlichen Wiesenvogelschutzes für das Jahr 2016 nachlesen
Bericht Gemeinschaftlicher Wiesenvogelsc
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Biodiversitätsleistung

Der "Gemeinschaftliche Wiesenvorgelschutz" ist jetzt auch als Beispiel für einen erfolgsorientierten Zahlungsansätzen für Biodiversitätsleistungen auf der Internetseite der europäischen Kommision aufgenommen wurden.

 

The products of the project on results-based payment schemes for biodiversity in Europe have now all been posted online on the European Commission DG ENV website including the description of your scheme:

 

http://ec.europa.eu/environment/nature/rbaps/fiche/search/index_en.htm

 

Förderung


Dieses Projekt wird mit Mitteln des Landes Schleswig-Holstein gefördert.