Zwergschwäne                                                in der Eider-Treene-Sorge-Niederung


Foto: Hans-Joachim Augst
Foto: Hans-Joachim Augst

In den letzten Jahren hat sich die Flusslandschaft zu einem der bedeutendsten Rastgebiete des sibirischen Zwergschwans in Deutschland entwickelt. Der Weltbestand des kleinsten europäischen Schwans hat in den letzten Jahren stetig abgenommen. Als Ursachen dafür können ein zu geringer Bruterfolg oder auch auch eine Abnahme an geeigneten Rastgebieten vermutet werden. Derzeit beträgt der Bestand nur noch etwa 15.000 Exemplare. Deshalb befindet sich die Art auf dem Anhang I der Europäischen Vogelschutzrichtlinie, d.h. für ihren Schutz müssen besondere Maßnahmen, wie z.B. die Ausweisung von Schutzgebieten,  ergriffen werden. Bis zu einem Viertel der Gesamtpopulation kann in den späten Wintermonaten in der Region beobachtet werden. Im Rahmen einer sogenannten Synchronzählung wurden in 2013 3600 Zwergschwäne in der Eider-Treene-Sorge-Niederung gezählt. Ab Mitte Februar treffen kleinere und größere Trupps der beeindruckenden weißen Vögel in der Flussniederung ein und kündigen den nahenden Frühling an.

Die Zwergschwäne kommen aus ihren Überwinterungsgebieten in den Niederlanden, dem Emsland oder Südengland und sind auf dem Weg in die nordrussische Tundra. Die Eider-Treene-Sorge-Niederung wird zum Zwischenstopp genutzt, um die Energiereserven für den weiteren flug aufzutanken. Hier finden die Tiere eine für sie wichtige Kombination aus offenem, feuchtem Grünland und nahegelegenen, störungsfreien Gewässern. Tagsüber halten sich die imposanten Vögel auf den Wiesen auf, wo sie in Gruppen mit bis zu mehreren hundert Tieren beim Fressen, im Sonnenschein auch bei der Balz beobachtet werden können. Mit Einbruch der Dunkelheit fliegen sie trompetend zu ihren Schlafplätzen auf den Flussläufen und offenen Wasserflächen der Naturschutzgebiete, wo sie vor Feinden sicher sind.

Interessierte Beobachter und Spaziergänger sollten einen großen Abstand halten, um sie nicht unnötig aufzuscheuchen!


Zwergschwan-Tage

Foto: Hans Joachim Augst, Zwergschwäne im Börmer Koog
Foto: Hans Joachim Augst, Zwergschwäne im Börmer Koog

Weiße Gäste aus dem hohen Norden

 

Die Rast der seltenen Zwergschwäne auf feuchten Grünflächen in Schleswig-Holstein kann jedes Jahr im Februar/März im Rahmen von Exkursionen, erlebt werden. Seit 2008 organisiert Kuno e.V. gemeinsam mit dem NABU, der Integrierten Station Eider-Treene-Sorge und Westküste, dem Naturschutzverein  Meggerdorf sowie der Gemeinde Meggerdorf die sogenannten "Zwergschwan-Tage" in der Region. Dabei werden geführte Exkusionen zu den Nahrungsflächen und zu den Schlafgewässern angeboten.

 

Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr.

 

Ansprechpartnerin:

Martina Bode, Kuno e.V.

Tel. 04885-585,

Mail: Kuno.Bode@t-online.de

www.kunoev.de

Foto: Hans-Joachim Augst, Sing- und Zwergschwäne im Börmer Koog
Foto: Hans-Joachim Augst, Sing- und Zwergschwäne im Börmer Koog
Foto: Hans-Joachim Augst, Zwerg- und Singschwäne im Börmer Koog
Foto: Hans-Joachim Augst, Zwerg- und Singschwäne im Börmer Koog

 

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